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Jaguar C-XF - Die Studie präsentiert eine viertürige Limousine als eindrucksvolle Mischung aus puristischem Design und unmissverständlicher Dynamik

17.01.2007

Die Jaguar C-XF Studie gibt die Design-Richtung für künftige Sportlimousinen aus dem Hause Jaguar vor

Die auf der North American International Auto Show in Detroit gezeigte Studie Jaguar C-XF läutet den Beginn einer neuen Ära bei Jaguar ein. Für das Design des Jaguar C-XF war das gleiche Team verantwortlich, das den preisgekrönten Sportwagen Jaguar XK entwarf, der im September 2005 auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt seine Weltpremiere feierte. Der Jaguar C-XF geht sowohl im Exterieur als auch im Interieur Design noch einen Schritt weiter und gilt als Vorbote für atemberaubende Jaguar Sportlimousinen. Damit gibt sie zugleich die Design-Richtung für künftige Sportlimousinen aus dem Hause Jaguar vor. Dabei interpretiert der C-XF designerische Grundwerte, die jedem großen Jaguar zugrunde liegen, auf erfrischende Weise neu. Er ist ein absolut modernes Auto, zollt aber berühmten Vorgängern den gebührenden Respekt. Kühn und aggressiv sorgt der schwarz verchromte Kühlergrill im Bug des C-XF für eine klare Ansprache. Anstatt bündig mit der Oberfläche abzuschließen, sitzt er zurückversetzt in einer tiefen Aussparung. Der so entstandene optische Eindruck ähnelt dem Einlass eines Jet-Triebwerks und gibt zugleich den Hinweis, dass sich hinter dem großen Kühlermaul ein kraftvoller V8-Kompressor mit 4,2 Litern Hubraum verbirgt. Neue Wege gingen die Jaguar-Designer auch beim Design der Scheinwerfer. Anstelle des für die aktuellen Limousinen bindenden "Vieraugen"-Themas wählten sie einteilige, keilförmige und eckig geformte Einheiten. Ein zwischen den einzelnen Birnen gespannter blauer Lichtstreifen lässt an die Pupillen einer Katze denken. Unterhalb der Linsen ist im Stil einer Tätowierung ein springender Jaguar in vereinfachter Form dargestellt. Das Motiv wird auf den Einstiegsleisten der Türen und im Profil der Pirelli-Reifen, mit denen die 21 Zoll großen Hochglanz-Aluminiumräder bestückt sind, wiederholt.

Jaguar C-XF - Die Haupt-Charakterlinie zieht von vorn nach hinten

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Die Haupt-Charakterlinie des Jaguar C-XF zieht von vorn nach hinten. Sie erzeugt eine ununterbrochene Schulter, die unterhalb der Seitenfenster entlang führt und in einem markanten Muskel über dem Hinterrad ausläuft. Es ist diese moderne Interpretation eines bei historischen Jaguar-Sportlimousinen gern genutzten Elements, das dem C-XF das latente Gefühl von Spannung verleiht. Eine ähnlich schlichte Linienführung findet sich auch am XK – und wird daher auch in der nächsten Jaguar-Generation stilbildend bleiben. Oberhalb der Schulterpartie sitzt eine flache, sportliche Kabine mit Zierstreben aus Aluminium, die die Fenstergraphik betonen. Sie unterstreichen die Coupé-artige Dachlinie des Jaguar C-XF. Doch auch die Muskeln in der Motorhaube sowie die in einem weißen Keramik-Finish gehaltenen seitlichen "Lüftungskiemen" zeugen von der sportlichen Seele des Fahrzeugs. Am Heck des C-XF geht die stark akzentuierte Schulter von der C-Säule in ein gedrungenes und betont verjüngendes Heck über. Auch hier haben die Designer traditionelle Jaguar-Stilelemente auf sehr moderne Weise neu interpretiert. Direkt von hinten betrachtet, wirkt der C-XF sehr breit und kräftig, was
durch einen Diffusor noch verstärkt wird. Dieses besonders im Motorsport genutzte Prinzip basiert darauf, Luft unter dem Wagen abzusaugen und über die Erzeugung von Unterdruck die Haftung bei höheren Geschwindigkeiten deutlich zu erhöhen. Die Farbgestaltung des Jaguar C-XF erfolgte bewusst monochromatisch. Die Außenfarbe "Metashine Silber" kontrastiert mit Einsätzen in Chrom oder Aluminium. Zusätzlich weist der Einsatz weißer Keramik auf Zonen mit dynamischer Luftströmung oder hohem Wärmeaustausch hin – wie an den seitlichen Belüftungsschlitzen und den Auspuffrohren. Beim Blick unter die Motorhaube wird sofort deutlich, dass auch hier ein technisches Meisterstück am Werke ist: Jener 4,2-Liter-V8, der mit Kompressor-Unterstützung auch schon im Jaguar XKR für mächtig Schub sorgt. Dieses bewährte Antriebsaggregat leistet im C-XF rund 420 PS und schöpft – aus bemerkenswert niedrigen Drehzahlen – bis zu 500 Nm an Drehmoment. Über die Sechsstufen-Automatik mit am Lenkrad montierten Schaltwippen (Jaguar Sequential Shift) gelangt die Kraft an die Hinterräder. Wäre der C-XF bereits ein Serienmodell, würde er problemlos die (elektronisch abgeriegelte) Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h erreichen; ohne künstliche Tempo-Bremse käme er sogar auf rund 290 km/h. Auch bei der elektrischen Architektur setzt Jaguar auf extrem innovative Zukunftstechnik. Als absolute Weltpremiere kommt im C-XF ein Bordnetz aus Kohlefaser zum Einsatz. Der von Beru F1 Systems in England entworfene und hergestellte Kabelbaum im Spinnennetzformat ist nicht nur optisch ansprechend, sondern auch noch extrem funktional. Der Jaguar C-XF ist das erste Auto, das in den Genuss der neuen Wire in Composite-Technologie kommt. WIC umschließt jedes einzelne oder auch mehrere Kabel mit einer sehr flachen Kohlefasermanschette, die nicht nur Schutz vor Beschädigungen, sondern auch Vorteile beim Package und Gewicht bietet. Und obendrein sieht alles auch noch sehr sauber und aufgeräumt aus – keine Spur mehr von Kabelsalat. Der Einsatz von WIC ist ein technologischer Quantensprung – mit Jaguar als Vorreiter für den Bereich Automobil. Während britische Automobilbauer bereits über den Einsatz von WIC in zukünftigen Serienfahrzeugen nachdenken, plant Beru F1 Systems für 2007 auch Applikationen für die Formel 1 sowie die Luft- und Raumfahrt.

Cockpits des Jaguar C-XF besticht durch maßgeschneiderte Qualität anstelle von üppigem Luxus

Die Betonung des Cockpits des Jaguar C-XF liegt auf maßgeschneiderter Qualität anstelle von üppigem Luxus. Das wird besonders an den gewichtsoptimierten, skulpturartig geformten Schalensitzen deutlich. Die mit Semi-Anilin-Leder (speziell gefärbtes Leder mit gleichmäßiger Farbwiedergabe bei unverändert weicher Oberfläche) bezogenen Sitze wirken sehr sportlich, bieten aber dank ihres großzügig gepolsterten Lendenwirbelbereichs und spezieller Belüftungskanäle sehr guten Komfort. Auch die hinteren Passagiere nehmen in Einzel-Sitzschalen Platz. Zwischen den Sitzen verläuft ein hoher Mitteltunnel, der den Fahrgästen in einem leicht futuristischen Umfeld das Gefühl großer Geborgenheit spendet. Damit erfüllten die Interieur-Designer ein für jede neue Jaguar-Kabine gültiges Primat: In einem Jaguar sollen die Reisenden nicht nur einfach sitzen, sondern sich rundum wohl fühlen. So treten auch die Passagiere des C-XF eher in eine gute Stube als in einen leeren, offenen Raum. Das "Ton-in-Ton"-Thema des Exterieurs wird mit einer spannenden Mischung aus ungewöhnlichen Materialien, grafischen Elementen und innovativen Technologien auch innen fortgesetzt. Hauptaugenmerk ist hier das aus gebürstetem Aluminium gefertigte Armaturenbrett, das sich mit einer linearen Grafik rund um die Kabine zieht und so Geschwindigkeit suggeriert. Als Gegengewicht zum kühlen Aluminium fungieren Dekors in Holz und Leder, die in der Güte der Detailverarbeitung neue Standards setzen. Was auf den ersten Blick wie ein schlichter schwarzer Innenraum wirkt, ist in der Realität ein äußerst moderner und ausgeklügelter Material-Mix. Dazu zählen ein besonderes Leder mit Kohlefaserartiger Musterung und das für die Sitze verwendete, luxuriöse Semi-Anilin-Leder. Teile der Türinnenverkleidungen und des Mitteltunnels sind mit geflammten Pappelholzfurnier verkleidet, um so einen besonders schönen Glanz zu erzeugen. Das vielleicht theatralischste Feature ist der Anlassvorgang des Motors. Er beginnt mit dem auf dem Mitteltunnel platzierten roten Starterknopf, der im Rhythmus des Jaguar-"Herzschlags" pulsiert. Beim Druck auf die Taste weichen konzentrisch geformte Aluminium-Ringe nach unten und zur Seite und geben so den Wählhebel des Sechsstufen-Automatikgetriebes frei. Seine runde Form schmiegt sich harmonisch an die Innenseite der Hand an. Springt der Motor an, beginnt eine kleine Light-Show: Ein blauer Lichtring dringt aus der Mitte der Instrumententafel und dehnt sich über den gesamten Innenraum bis zu den Rücksitzen aus. Zusätzlich taucht eine im Dachhimmel integrierte elektro-lumineszente Konsole den Fahrgastraum in ein gedämpftes blaues Licht. Auch von außen wird der Startvorgang signalisiert – durch das Aufflammen eines blauen Lichts aus dem Bereich des Kühlergrills. Das vom Infotainment-Spezialisten Alpine im Jaguar-Auftrag entwickelte Dual View-System nutzt ein Bild-Trenngitter, das Licht separat in die einzelnen Sehkanäle für Fahrer und Beifahrer leitet. Es verwendet einen amorphen TFT-Silikonmonitor im 7-Zoll-Format (17,7 Zentimeter). Ebenfalls in die drehbare Verkleidung integriert sind Lüfterdüsen, die wie der Monitor so lange unsichtbar bleiben, bis der Fahrer sie anfordert. Passend dazu sind weitere, zum Teil sehr fortschrittliche Lösungen im Umfeld des Fahrers. Hinter dem Einspeichen-Lenkrad mit "schwebenden" Schaltwippen liegt das von Flugzeug-Cockpits inspirierte Kombiinstrument. Die Hauptanzeige – der Drehzahlmesser – ist mit horizontalen Linien unterlegt, so dass der Eindruck eines künstlichen Horizonts entsteht. Die Anzeigen reagieren auch auf die vom Fahrer angeschlagene Gangart: Schaltet er das Getriebe in den sportlichen Dynamic-Modus, fährt der Drehzahlmesser wie die lange Linse einer SLR-Kamera weiter vor – und deutet so seine erhöhte Präsenz an.

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