 Neuer Nissan Qashqai - Erstes Nissan-Modell für den wachsenden europäischen Markt der kompakten Crossover-Fahrzeuge20.09.2006Nissan Qashqai - Verkaufsstart im Februar 2007
Der von der 2004 auf dem Genfer Salon gezeigten Konzeptstudie inspirierte Nissan Qashqai (sprich: Käsch-kai) geht im Februar 2007 an den Verkaufsstart. Er richtet sich an Käufer, denen konventionelle C-Segment-Modelle zu wenig dynamisch und hoch bauende SUV zu aggressiv und schwerfällig erscheinen.
Der Qashqai ist das erste Nissan-Serienmodell, das komplett vom 2003 in London neu eröffneten Nissan Design Center Europe (NDE) verantwortet wird. Federführend für die Technik war das Entwicklungszentrum von Nissan Europa in Cranfield (England). Auch produziert wird der Qashqai auf der britischen Insel – im mehrfach preisgekrönten Nissan-Werk Sunderland. Benannt ist er nach einem durch die Wüste ziehenden Nomadenstamm, der am Rande des Zagros-Gebirges im Südwesten des Iran lebt. Daher wird der neue Nissan auch gerne als „Stadt-Nomade“ bezeichnet, robust und kompakt genug für den Einsatz in der Stadt, zugleich aber auch agil und
geschmeidig für Fahrten in die Umgebung. Der neue Qashqai vereint Attribute eines Pkw mit denen eines Allradfahrzeugs. Der Crossover-Charakter wird speziell im Design deutlich: Die obere Hälfte der Karosserie erinnert mit ihrer ausdrucksstarken Schulterlinie an einen sportlichen Pkw. Sie steigt am Ende noch einmal deutlich an – ein bereits vom Nissan Murano bekanntes Stilelement.
Im Gegensatz dazu betont die untere Hälfte mit markant geformten Radhäusern und leicht erhöhter Bodenfreiheit SUV-Tugenden wie Robustheit und Solidität. Größenmäßig nimmt der neue Nissan eine Mittelstellung zwischen einer Schrägheck-Limousine des C-Segments und einem SUV ein. Sein Radstand beträgt 2.630 Millimeter, er ist 1.605 Millimeter hoch, 1.780 Millimeter breit und 4.315 Millimeter lang. Damit ist er rund 105 Millimeter länger sowie 100-150 Millimeter höher als eine Heckklappen-Limousine (Hatchback), jedoch zugleich 150 Millimeter kürzer sowie 130 Millimeter niedriger als ein kompakter SUV. Sein eigenständiges Design ist eine Mischung aus den fließenden Linien einer Limousine und den etwas robusteren Formen eines Offroaders. Der Qashqai bündelt den Fahrkomfort und den Fahrspaß des Ersten mit der Praxisfreundlichkeit und Geländegängigkeit des Letzteren.
 Nissan Qashqai mit je zwei Diesel- und Benzin-Aggregaten
Bei den Motoren haben Qashqai-Kunden die Wahl zwischen je zwei Diesel- und Benzin-Aggregaten: Der 1,6-Liter-Ottomotor leistet 85 kW/115 PS bei maximal 160 Nm Drehmoment; die 2,0-Liter-Variante bringt es auf 103 kW/140 PS und 200 Nm. Die Leistungsdaten der 1,5 und 2,0 Liter großen Common-Rail-Turbodiesel lauten 78 kW/106 PS und 110 kW/150 PS beziehungsweise 240 und 320 Nm.
Je nach Motorenwahl ergeben sich verschiedene Getriebeoptionen: Neben manuellen Fünf- und Sechsgang-getrieben sind eine Sechsstufen-Automatik und ein stufenloses CVT-Getriebe mit manueller Schaltoption im Angebot.
Die Qashqai-Varianten mit Zweiliter-Motor rüstet Nissan auf Wunsch mit dem modernen, unter anderem aus dem Nissan X-Trail bekannten All-Mode 4x4-System aus. Auch wenn er etwas mehr Bodenfreiheit hat als gewöhnlich, will sich der Qashqai jedoch nicht mit vollwertigen Geländewagen messen. Der Allradantrieb dient vor allem dazu, auch bei widrigen Witterungs- und Fahrbahnverhältnissen mehr Traktion aufzubauen. Zumal Sicherheit im Lastenheft ganz oben stand. Der
verwindungssteifen Fahrgastzelle steht ein umfassendes aktives Sicherheitspaket zur Seite.
Es verfügt neben der jüngsten Entwicklungsstufe des Fahr-stabilitätsprogramms ESP (mit Bremsen- und Motormanagement-Eingriff) auch über einen hydraulischen Fading-Ausgleich. Dabei wird automatisch der Bremsdruck erhöht, sobald Sensoren das vor allem bei Bergabfahrten mit Anhänger drohende Fading erkennen. Beim Bremssystem handelt es sich um ein hydraulisches Zweikreisbremssystem mit zweistufigem Bremskraftverstärker
(Nissan-Bremsassistent) und elektronischem ABS mit elektronisch geregelter Bremskraftverteilung (EBD).
Nissan Qashqai mit neuartigem, asymmetrisch gegliederten Instrumententräger
Neben einem dynamisch geformten Exterieur besticht der Qashqai durch einen neuartigen, asymmetrisch gegliederten Instrumententräger, der Fahrer- und Beifahrer strikt voneinander trennt. Dabei ist der Bereich rund um den Fahrer betont funktionell ausgelegt und streng ergonomisch designt, während der Rest des Innenraums mehr den Wohlfühl-Charakter betont. Tief eingelassene Rundinstrumente und eine weit nach oben gezogene Mittelkonsole sorgen für eine sportliche Note. Die erhöhte Sitzposition beschert ein sonst nur von einem SUV gespendetes Gefühl von Sicherheit; doch ist der Qashqai bei der Fahrwerksabstimmung eher mit einem handlichen Pkw als einem hochbeinigen Geländewagen zu vergleichen. Insgesamt verdient der Innenraum des Qashqai die Prädikate luftig, geräumig und entspannend.
Das sorgfältig konzipierte Interieur strotzt mit einer Vielzahl praktischer Ablagen und Staufächer. Zu den entweder
serienmäßigen oder optionalen Features zählen ein großes Panoramadach aus Glas, Automatik-Funktionen für Scheinwerfer
und Scheibenwischer, ein DVD-Navigationssystem, eine Rückfahr-Kamera und eine Bluetooth-Schnittstelle für
Mobiltelefone. Der Qashqai bietet die Kombination aus sportlichem Design, temperamentvollen Fahrleistungen und hochwertigem Interieur. Deshalb wird er auch von Nissan selbst als neue Verkaufslokomotive in Europa gesehen. Zugleich soll er die Wahrnehmung Nissans als mutige, weitsichtige und innovative japanische Marke neu beleben.
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